Euro-Office und Co. – Office-Alternativen aus Open Source im Überblick
Euro-Office und Co. – Office-Alternativen aus Open Source im Überblick
Für Texte, Tabellen und Präsentationen gibt es inzwischen eine richtig gute Auswahl an Open-Source-Programmen. Mit Euro-Office ist ein neues Projekt dazugekommen, an dem mehrere europäische Firmen gemeinsam arbeiten. Das ist eine schöne Nachricht für alle, die eine Alternative zu Microsoft Office suchen. Hier bekommst du einen Überblick, welche Möglichkeiten es gibt.
Die Kandidaten
LibreOffice
Der Klassiker für den Computer. LibreOffice läuft auf Windows, macOS und Linux und ist komplett kostenlos. Es kann sehr viel und wird von einer großen Community gepflegt. Ideal, wenn du hauptsächlich allein an Dokumenten arbeitest.
Collabora Online
Collabora bringt LibreOffice in den Browser. Mehrere Personen können gleichzeitig an einem Dokument arbeiten. Es lässt sich gut mit Nextcloud verbinden und wird zum Beispiel in openDesk eingesetzt.
ONLYOFFICE
ONLYOFFICE hat eine Oberfläche, die vielen von Microsoft Office vertraut vorkommt. Es arbeitet standardmäßig mit DOCX, XLSX und PPTX und lässt sich ebenfalls in Nextcloud einbinden.
Euro-Office
Euro-Office ist ein neues Projekt, das europäische Open-Source-Anbieter gemeinsam vorantreiben. Ziel ist eine Office-Suite für den Browser, die sich gut in bestehende Plattformen wie Nextcloud einfügt. Wie sich das Projekt entwickelt, wird spannend zu beobachten sein.
Im Vergleich
| LibreOffice | Collabora Online | ONLYOFFICE | Euro-Office | |
|---|---|---|---|---|
| Läuft | am Computer | im Browser | im Browser und am Computer | im Browser |
| Gemeinsam bearbeiten | – | ✅ | ✅ | ✅ |
| Standardformat | ODF | ODF | OOXML (DOCX usw.) | OOXML (DOCX usw.) |
| Mit Nextcloud | über Sync-Ordner | ✅ | ✅ | ✅ |
| Open Source | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
Kurz erklärt: ODF und OOXML
Office-Dokumente können in verschiedenen Formaten gespeichert werden. ODF (Endungen wie .odt, .ods) ist ein offener Standard und das Heimatformat von LibreOffice. OOXML (Endungen wie .docx, .xlsx) ist das Format von Microsoft Office und ebenfalls standardisiert. Alle hier genannten Programme können mit beiden umgehen. Wenn du viel mit Leuten austauschst, die Microsoft Office nutzen, ist DOCX meist am bequemsten.
Für wen passt was?
- Einzelpersonen und Familien: LibreOffice am Computer reicht oft völlig.
- Kleine Teams: Collabora oder ONLYOFFICE in der eigenen Nextcloud – dann könnt ihr gemeinsam im Browser arbeiten.
- Kanzleien und Praxen: Eine Online-Variante auf dem eigenen Server, damit vertrauliche Dokumente im Haus bleiben.
Ehrlich gesagt
Sehr komplexe Dokumente mit Makros oder speziellen Layouts sehen in anderen Programmen manchmal etwas anders aus. Deshalb lohnt sich ein kurzer Test mit deinen eigenen Vorlagen. Für normale Briefe, Tabellen und Präsentationen klappt es aber richtig gut.
Tipps für den Umstieg
- Vorlagen zuerst: Briefköpfe, Rechnungs- und Angebotsvorlagen einmal sauber im neuen Programm anlegen. Das spart später viel Zeit.
- Schriftarten prüfen: Wenn Dokumente anders aussehen, liegt es oft an fehlenden Schriftarten. Diese lassen sich meist einfach nachinstallieren.
- Standardformat festlegen: Gemeinsam entscheiden, ob ihr DOCX oder ODF als Standard nutzt.
- PDF für den Versand: Für Dokumente, die genau so aussehen sollen, wie du sie gestaltet hast, ist PDF immer eine gute Wahl.
- Tastenkürzel: Viele Kürzel sind gleich wie bei Microsoft Office – das erleichtert die Eingewöhnung.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Ein kleines Ingenieurbüro arbeitet mit vielen Angeboten und Tabellen. Es installiert zunächst LibreOffice auf allen Rechnern und nutzt es für neue Dokumente. Gleichzeitig wird in der Nextcloud ein Online-Office eingerichtet, damit Kolleg:innen gemeinsam an Kalkulationen arbeiten können. Nach ein paar Wochen sind die wichtigsten Vorlagen umgestellt. Alte Dateien bleiben einfach, wie sie sind, und lassen sich bei Bedarf öffnen.
Fazit
Die Auswahl an Open-Source-Office-Programmen ist groß, und mit Euro-Office kommt noch ein weiteres Projekt dazu. Bei mir laufen Office-Dokumente direkt in deiner eigenen Cloud – mehr dazu unter Preise. Und weitere Alternativen findest du unter Alternativen.
Wenn du das auch ausprobieren magst, helf ich dir gern dabei – schreib mir einfach.
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